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Weltbeste Klimaeffizienz in der Schweineproduktion
Laut einem niederländischen Bericht zählt Dänemark zu den
klimaeffizientesten Erzeugerländern - bei konventionell wie bei biologisch
produzierten Schweinen. Der Bericht vergleicht die Schweineproduktion in
den Niederlanden mit der in Großbritannien, Deutschland und Dänemark.
Durch strenge Vorschriften sowie zielstrebige Forschung und Entwicklung
konnte Dänemark die Umweltwirkung pro Schwein in den vergangenen 15 Jahren
halbieren. Dänemark zählt seit Jahren zu den EU-Ländern, die am meisten in
Forschung und Entwicklung investieren. So wurden u.a. die Futterausnutzung
sowie der Umweltschutz durch neue Verfahren und Technologien optimiert.
Die umweltbezogenen F&E-Aufwendungen der dänischen Schweinebranche
liegen derzeit bei jährlich 17 Millionen DKK (ca. 2,3 Mio. Euro).
Dänische Schweine auch beim Klimaschutz
Weltspitze Mit Abnehmern in aller Welt ist Dänemark eins der
global führenden Erzeugerländer. Zu den Stärken der dänischen
Schweineproduktion zählt seit Jahren der konsequente Fokus auf Umwelt- und
Klimaschutz. Beispielsweise wurden die Nährstoffemissionen seit den 1990er
Jahren um rund 40 Prozent reduziert. Bei der Versäuerung konnte die
dänische Schweineproduktion ihre Einträge um rund ein Drittel senken. Dank
vorausschauender Umweltstrategie ist Dänemark heute einer der
klimaeffizientesten Schweineproduzenten der Welt. Dies bestätigte jüngst
eine niederländische Studie zum CO2-Ausstoß von vier Erzeugerländern. In
nur 10 Jahren haben die Dänen die CO2-Emissionen der Schweineproduktion um
rund 20 Prozent verringert. Bis 2015 ist die Senkung um weitere sechs
Prozent geplant.
"Unsere bisherigen Erfolge machen uns Mut. Weitere Reduktionen der
Umweltbeeinträchtigung werden wir u.a. durch Futteroptimierung und
Biogasproduktion erzielen", erklärt Trine Vig Tamstorf, Qualitätschefin
beim Danish Agriculture & Food Council.
Klimawirkungen konventioneller und
biologischer Schweineproduktion - vier Länder im Vergleich (2010).
Emissionen einschließlich Schlachtung, jedoch ohne Fleischvertrieb.
Quelle: Carbon footprints of conventional and organic pork (2010), Anton
Kool et al., Blonk Milieu Advies BV, Gouda und Wageningen,
Niederlande
Futter hat die größte Bedeutung Ihren Schwerpunkt
haben die Klimawirkungen der Schweinefleischproduktion im Primärbereich,
während Transport und Schlachtung nur einen kleinen Teil ausmachen. Die
kundennahe Produktion von Schweinefleisch spielt für die Umwelt also keine
große Rolle. Die größte Wirkung - zwei Drittel der CO2-Emissionen - geht
vom Futter aus. Eine Senkung des Futtermittelverbrauchs um 10 Prozent
reduziert auch die Treibhausgasemissionen um 10 Prozent. Die dänischen
Schweineproduzenten fokussieren seit langem auf die Reduktion von
Treibhausgasen in den frühen Phasen der Produktionskette. Diese Maßnahmen
waren und sind ein derartiger Erfolg, dass dänische Schweine in Sachen
Futterverwertung und Klimaeffizienz zur Weltspitze gehören. Die
Erfolgsformel ist so einfach wie wirksam: Je niedriger der
Futterverbrauch, desto weniger Gülle.
Zukunftsweisendes Biogas Ökologisch wie ökonomisch
ist Biogas ein ergiebiger Schlüssel zur weiteren Reduktion von
Treibhausgasen. Würde das gesamte Güllevolumen der dänischen
Schweineproduktion in Biogasanlagen verarbeitet, könnten die
THG-Emissionen um weitere 20 Prozent gesenkt werden. Nach den Plänen der
dänischen Regierung soll bis 2020 die Hälfte des gesamten Nutztierdüngers
energetisch genutzt werden, primär in Form von Biogas.
Forschung und Entwicklung Dänemark zählt zu den
EU-Ländern, die in der Schweineproduktion am konsequentesten auf Forschung
und Entwicklung setzen. Allein für Umweltschutzvorhaben liegen die
Forschungsaufwendungen derzeit bei ca. 2,3 Mio. Euro im Jahr. Es geht u.a.
um die Verbesserung der Stallanlagen und Fütterungstechniken sowie der
Klimaeffizienz von Futtermitteln. Bei innovativen umwelttechnischen
Lösungen zur Güllebehandlung und Abluftreinigung ist Dänemark führend. So
bekommt man z.B. auch die Ammoniakemission immer besser in den Griff.
Hohe gesetzgeberische Maßstäbe Vorangetrieben wird
der Umweltschutz durch die strengen Vorschriften in Dänemark. Diese
basieren auf den EU-Richtlinien, gehen aber in vielen Punkten noch weiter.
Auch bei der Nutztierdichte sowie der Freisetzung von Stickstoff, Phosphor
und Ammoniak stellt Dänemark höhere Anforderungen als die EU. So wird
empfindliche Natur durch härtere Vorgaben geschützt. In den kommenden
Jahren werden die dänischen Umweltgesetze weitere Verbesserungen bei den
Produktionswirkungen auf Umwelt und Klima bringen. Die Erfüllung dieser
Vorgaben werden neue Investitionen in Forschung und Entwicklung
erfordern.
Kontakt Weitere Informationen zum Thema erhalten
Sie bei: Mette Børsen, +45 3339 4326, mbo@lf.dk.
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